Hypernormalisierung dringt überall dorthin vor, wo unsere Kultur von massiver Unsicherheit, Verwirrung, Spektakel und Simulation getrieben wird.

Es geschehen ständig Ereignisse, die verrückt, unerklärlich und außer Kontrolle zu sein scheinen. Von Donald Trump bis zum Brexit, von extremen Wetterereignissen bis zu extremen Wohlstandsunterschieden; COVID-19 und die Invasion der Ukraine – wir verstehen sie selten und können ihre Folgen genauso oft nicht erahnen.

Wir haben uns in ein vereinfachtes und oft völlig falsches Weltbild zurückgezogen. Und da sich dieses Weltbild überall um uns herum widerspiegelt und allgegenwärtig ist, nehmen wir es als normal hin. Wir haben die Ereignisse hypernormalisiert.

Aber wir haben diese falsche und hohle Welt von heute geschaffen und erhalten sie selbst aufrecht: Wir alle wissen, dass dieses System irgendwann kollabieren wird, allerdings stellen wir uns keine Alternative zum Status quo vor, und sowohl Politiker:innen als auch Bürger:innen geben sich damit zufrieden, den Schein einer funktionierenden Gesellschaft aufrechtzuerhalten. Mit der Zeit wird diese Täuschung zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung und die Fälschung wird von allen als echt akzeptiert.

Ob wir das nun als eine neue Form des Widerstands betrachten oder als ein „Erwachen“, als planetares Denken, Metamodernismus – es ist wichtiger denn je, diese Ansätze in die Öffentlichkeit zu bringen und alles in unserer Macht stehende zu tun, um sie umzusetzen.

Bevor Nihilismus überhand nimmt und die Menschheit in einen so noch nie da gewesenen Faschismus stürzt und ihr Ende besiegelt.

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